„Jetzt einen Hausbaum pflanzen“

 

Auch für Hausbäume gilt dasselbe wie für Rosen – der Herbst ist ein idealer Pflanzzeitpunkt. Das entscheidendste Kriterium für die Sortenwahl sollte dabei der verfügbare Platz sein. Wenn ein Baum gewählt wird, der sich für den gegebenen Standort eigentlich zu groß entwickelt, werden dann oft massive Schnittmaßnahmen nötig und der Baum wird dadurch anfälliger für Erkrankungen und verliert seine eigene, ansprechende Kronenform. Ein Minimum von drei Metern Platz in alle Richtungen hin sollte auf jeden Fall gegeben sein – bei geringerem Platzangebot kommen jedoch kugel- oder säulenförmige Bäume bzw. hochwachsende Sträucher (wie Flieder) in Frage. Beim Einkauf sollte jedenfalls darauf geachtet werden, dass der Baum kräftige Triebe, kompakte Wurzeln, einen geraden Stamm und eine gut verzweigte Krone aufweisen kann. Eine Vielzahl an Baumarten kann für den Naturgarten empfohlen werden – unter anderem Felsenbirnen, Ahornarten (z.B. Feld- oder Kugelahorn), Hainbuchen, Faulbäume, Blumen- und Ebereschenarten oder alle möglichen Obstgehölze. Bei kleinen Gärten muss allerdings darauf geachtet werden, dass sie auf eine eher schwachwüchsige Unterlage veredelt worden sind.

 

 

 

 

 

„Mit Stecklingen vermehren“

 

Im September können Ribisel, Stauden wie Salbei, Rosmarin, Thymian, Geranien, Oleander, Buchsbaum oder Gummibaum. optimal mit Stecklingen vermehrt werden – einerseits sind die Triebe, die zur Vermehrung genutzt werden, schon gut entwickelt, andererseits bleibt noch genügend Zeit bis zur Winterruhe, um Wurzeln auszubilden. Dafür verwendet man etwa 20 cm lange, einjährige Triebe, von denen man die Blätter entfernt. Zugeschnitten wird der Trieb dabei folgendermaßen: Das nach oben schauende Ende schneidet man schräg und knapp über einer Knospe ab, das nach unten schauende gerade und knapp unter einer Knospe. Beim Einsetzen in ein Gartenerde-Kompost-Gemisch sollte dann nur die oberste Knospe aus dem Substrat herausschauen, sodass alle anderen Augen in der Erde die Chance haben, Wurzeln zu bilden. Nach gutem Eingießen (können Wurzel fördernde Mittel gute Dienste leisten) und Festdrücken heißt es dann nur mehr warten. In etwa einem Jahr ist der Steckling dann soweit, dass man ihn an seinen endgültigen Standplatz umsetzt.  

 

 „Vom richtigen Zeitpunkt der Apfelernte“

 

Ein pauschaler Zeitpunkt für die Apfelernte lässt sich nicht angeben – zu unterschiedlich reifen die zahlreichen verschiedenen Sorten dafür heran. Erntet man zu früh, schmecken die Früchte noch nicht besonders gut; erntet man zu spät, werden sie oft mehlig. Auch werden die Früchte oft von Insekten angestochen und die Lagerfähigkeit sinkt bei einem zu spät angesetzten Erntezeitpunkt in der Regel. Nach dem Geschmack zu gehen ist schon ein guter Ansatz, allerdings ist die Genussreife allein auch nicht entscheidend für den richtigen Erntezeitpunkt. Insbesondere späte Sorten reifen nämlich erst im Lager nach. Auskunft über die Reife gibt die sortentypische Farbe. Ist diese erreicht, kann durch leichtes Drehen und Kippen der Frucht getestet werden, ob sich der Apfelstiel leicht vom Baum löst (allerdings nicht von der Frucht selbst – das verringert die Lagerfähigkeit). Ist dieser Test erfolgreich, steht der Ernte nichts mehr im Weg und die Äpfel können unter günstigen Bedingungen optimal für den Genuss im Herbst und Winter gelagert werden.

 

 

 

 

 

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