Gehölzschnitt

 

Als Faustregel gilt: Gehölze nicht im Herbst schneiden! Die Pflanze ist in ihrem Stoffwechsel nun nicht mehr besonders aktiv. Schnittwunden heilen daher nicht gut und schnell aus und die Gefahr von Frostschäden steigt. Durch die feuchten Bedingungen finden Pilzsporen zudem eine optimale Eintrittspforte vor. Auch ein Wundverschlussmittel schafft hier keine Abhilfe. Im Gegenteil – die Wunde bleibt darunter feucht und vorhandene Pilzsporen können sich in diesem Milieu gut entwickeln. Ein sauberer Schnitt zum richtigen Zeitpunkt bietet dem Gehölz hingegen beste Bedingungen, die Pilzsporen „auszuschwitzen“ und selbst Wundgewebe zu bilden. Darüber hinaus bieten alte Triebe über den Winter Rückzugsmöglichkeiten für alle möglichen Wildtiere. Je nach Art empfiehlt sich dann ein Schnitt im Winter oder im Frühjahr. Eine Ausnahme sollte man auf jeden Fall abwägen, wenn kranke Pflanzenteile vorhanden sind. Hier ist oft trotz allem ein Schnitt im Herbst angebracht, damit die Ausbreitung der Krankheit eingedämmt wird. Wird eine Pflanze im Herbst umgesetzt, muss außerdem auch ein wenig zurückgeschnitten werden, um ein Verhältnis zum Verlust an unterirdischer Pflanzenmasse herzustellen, der durch das Umsetzen zwangsläufig eintritt.

 

 

 

Frische Kräuter im Winter

 

Zu einer Zeit, wo kaum bis gar keine Ernte aus dem Hausgarten mehr anfällt, holt man sich das frische Grün am besten auf die Fensterbank. Die meisten Kräuter gedeihen selbst angesät oder im Topf gekauft wunderbar an hellen Fensterplätzen bei Temperaturen von etwa 15 – 22° C. Rosmarin, Schnittlauch und Petersilie eignen sich zudem besonders gut, um – zumindest teilweise als abgestochene Wurzelballen – aus dem Garten ins Haus geholt zu werden. Die Pflegemaßnahmen sind zudem nicht besonders hoch: wenn man regelmäßig und ausgewogen gießt, die Töpfe hin und wieder dreht und alle paar Wochen mit Komposttee düngt, steht dem Grün im Innenraum nichts mehr im Wege. Der Komposttee düngt die Pflanze und stärkt sie zugleich durch die zahlreich enthaltenen Mikroorganismen gegen Pilzerkrankungen und Schädlinge. Gerade bei Topfpflanzen ist das eine besonders wichtige Maßnahme, da deren Bodenleben mit der Zeit mehr und mehr verarmt. Wenn Sie also schon Komposttee zur Pflege Ihrer Haus-Kräuter angesetzt haben, freuen sich bestimmt auch Ihre Zimmerpflanzen über eine Versorgung mit dem Elixier.

 

 

 

Obstbaumpflege

 

Jetzt, wo die vielen süßen, schmackhaften Baumfrüchte bereits geerntet worden sind, gibt es noch einiges, was man zum Schutz der Bäume vor Schädlingen und Kälteeinwirkung tun kann. Die Larven vom Apfel- und vom Pflaumenwickler verspinnen sich zum Überwintern in Rindenritzen, weshalb das Abbürsten des Stamms im Herbst sowie das anschließende Aufbringen eines Stammanstrichs eine sinnvolle Bekämpfungsmaßnahme darstellt. Dieser Anstrich hilft zudem gegen Frostschäden, die besonders häufig bei starken Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperaturen auftreten, die Spannungen im Baum erzeugen. Die weiße Farbe führt zu einer stärkeren Reflexion der Sonnenstrahlen, und die Rinde erwärmt sich weniger. Gegen den Frostspanner können Sie (am besten schon ab den ersten starken Frösten) Leimringe in ca. 1 m Höhe am Stamm anbringen. Im Dezember sollten diese wieder abgenommen werden, da die Hauptzeit des Frostspanners vorbei ist und Sie so andere, unschädliche Insekten vor dem Festkleben bewahren können. Schließlich ist es auch noch sinnvoll, eventuell am Baum verbliebene Fruchtmumien zu entfernen, um vor einer Überwinterung von Schaderregern und Neuinfektion durch diese im Folgejahr zu bewahren.