Mulchen

 

Je weiter hinein wir uns in die heiße Jahreszeit bewegen, desto weniger sollte man darauf verzichten – das Mulchen. Es schützt nicht nur das Bodenleben vor übermäßiger Hitze, sondern erspart Ihnen auch noch hin und wieder das Gießen. Während der Boden also in Hitzeperioden weniger schnell austrocknet, ist er bei Regen vor Auswaschung geschützt. Unkräuter werden ganz nebenbei auch noch unterdrückt, und Nützlinge finden Unterschlupf in der schützenden Schicht. Verwenden Sie zum Mulchen frischen Rasenschnitt, ernährt dieser auch noch das Bodenleben, baut Humus auf und trägt zur Düngung bei.

 

 

 

Samenernte im Hausgarten

 

Auch im Hausgarten steht der Ernte von Saatgut für zukünftige Pflanzenfreuden grundsätzlich nichts im Weg. Einige Kulturen sind dabei allerdings wesentlich einfacher zu beernten als andere, und bieten sich daher für die eigene Saatgutgewinnung besonders an. So ist bei Hülsenfrüchten z.B. mit keinerlei Verkreuzung zu rechnen und die Samen können spielend leicht entnommen werden. Auch Salat macht wenig Probleme – die Samen sollten lediglich vor der Ernte nicht nass werden und nicht von schossenden Exemplaren kommen (da man diese Eigenschaft in der Regel möglichst nicht weiter vermehren möchte). Kürbiskerne als Saatgut lassen sich ebenfalls einfach entfernen und müssen nur gut abgewaschen werden. Bei Gurken und Paradeisern bedarf es hingegen einer kurzen Gärphase, um die keimhemmende Schicht auf den Samen loszuwerden – zwei bis drei Tage bei Tomaten, bei Gurken nur einen. Danach können auch diese Samen gut gewaschen und z.B. in Kaffeefiltern getrocknet werden.

 

 

Blütenendfäule

 

Wenn an Paradeiser, Zucchini oder Gurke die Spitze der Frucht verschrumpelt und faulig wirkt, ist meist die Blütenendfäule die Ursache. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei um keine echte bakterielle Fäulnis, sondern rein um abgestorbenes Gewebe – die übrigen Bereiche der betroffenen Früchte können also sorglos verzehrt werden. Hervorgerufen wird sie durch Kalziummangel in der Frucht, der jedoch meist nicht mit einem Kalziummangel im Boden zusammenhängt. Schuld ist vielmehr eine gehemmte Aufnahme des Nährstoffs bei Hitzeperioden durch übermäßige Wasserverdunstung, trockenen oder überdüngten Boden. Eine gleichmäßige Bewässerung kann dem Phänomen entgegenwirken. Im Gewächshaus sollte zudem auf gute Belüftung geachtet werden. Bei Pflanzen mit starkem Blattwuchs kann es des Weiteren sinnvoll sein, ein paar Blätter zu entfernen, um die Verdunstung einzuschränken. Sicherheitshalber können Sie  (v.a. wenn es nicht sehr warm war)auch ein wenig Gartenkalk oder Gesteinsmehl in den Boden einarbeiten, um einen ausreichenden Kalziumgehalt im Boden ganz sicher zu stellen.