PFLANZENPLAUDEREI

Trockenheit: Mikroorganismen reden den Pflanzen Gut zu

Klimawandel, sommerliche Hitze und Trockenheit stellt uns Gartlerinnen und Gartler vor neue Herausforderungen. Unsere Pflanzen reagieren gestresst und bekommen Panik – sie reduzieren die Photosyntheseleistung, beginnen Blätter abzuwerfen und die allgemeine Fitness nimmt drastisch ab.

 

 

Beste Unterstützung bei lang andauernder Trockenheit bietet belebter, guter Gartenboden. WissenschaftlerInnen  vom AIT in Tulln und aus aller Welt fanden heraus, das Boden-Mikroorganismen, Trockenstress gut aushalten und Hitzeperioden lange überdauern. Sie bilden einen Biofilm um die Wurzeln und helfen den Pflanzen, das Wasser zu halten und auch Wasser aus tieferen Bodenschichten aufzunehmen.

 

Über einen regen Austausch von Signalmolekülen schaffen es diese Mikroorganismen sogar, gestresste Pflanzen zu besänftigen und sorgen so für mehr Gelassenheit. Dadurch fällt es den Pflanzen leichter, effizient mit dem verfügbaren Wasser zu haushalten und ihre alltäglichen Aufgaben bestmöglich weiterzuführen. In diesem Sinne ist Komposttee mit seinen Milliarden Mikroorganismen die beste Therapie für unsere Pflanzen gegen Dürre und Stress.

 

 

 

 

GARTENleben kann das bestätigen, bei dem 3jährigen wissenschaftlichen Projekt Roseplan wurde belegt, dass Mikroorganismen vom „bio-guss Kompost-Tee“ den Stresslevel bei Bodenmüdigkeit bei Rosen vermindern können. Also reden Kompost-Tee Mikroorganismen auch hier den Pflanzen gut zu!

 


Blüten locken, Blumen hören

Auf trockenen, meist auch nährstoffarmen Flächen und Stellen im Garten wachsen blühende Kräuter und Blumen besonders schön.

 

 Blüten locken Insekten an und das „hören“ die Blumen und reagieren prompt darauf!

 

Israelische Forscher haben eine Nachtkerzenart (Oenothera drummondii) genauer beobachtet.

 „Unsere Ergebnisse zeigen erstmals, dass Pflanzen schnell auf ökologische relevante Art auf das Geräusch von Bestäubern reagieren können, die durchschnittliche Zuckerkonzentration im Nektar habe sich innerhalb von drei Minuten um rund 20 Prozent erhöht“, so die Wissenschaftlerin Marine Veits.

Vor einigen Jahren berichteten US Forscher bereits, dass die Acker-Schmalwand ihre chemischen Abwehrmechanismen gegen Schädlinge hochfährt, wenn sie Kaugeräusche von Raupen wahrnimmt.

Also auch heute wieder mein Hinweis, verwenden sie in ihrem Garten keine Mittel, bei denen ihren Pflanzen „das Hören und Sehen“ vergeht oder sogar der Geist der Pflanzen vertrieben wird.

 

So sagte man z.B. in früherer Zeit der kleinen unscheinbaren Gundelrebe nach, dass ihr Geist den Zusammenhalt unter den Bewohnern stärkt, auch der Naturgartenbewohner!

 

Dies wusste man früher allerorts und achtete Stellen, wo diese kleinen Naturschönheit wuchs, besonders!

 


Waldluft Atmen

 

Nutzen Sie jede Gelegenheit und atmen Sie Waldluft ein, spüren Sie Ruhe, Wohlbefinden und vielleicht sogar dem „Glücklich sein“ nach!

 

Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

 

Schon weise Menschen, wie auch Hildegard von Bingen wussten, es gibt eine Kraft aus der Natur, ein heilendes Band zwischen Mensch und Natur. Diese heilende Wirkung wird nun in der modernen Wissenschaft weit über die bekannte Wirkung der Naturheilkunde erforscht und entdeckt wahrlich Atemberaubendes:

 

Pflanzen, Bäume, Wälder tun uns gut, erhellen unsere Stimmung. Wer achtsam ist, spürt es bei jedem Spaziergang. War das bisher eher ein Gefühl, haben viele neuere Studien es belegt.

 

Pflanzen sind intelligent und kommunizieren nachweislich über Pheromone, also Duftstoffe und durch ein für den Menschen unhörbares Knacken ihrer Wurzeln. Sie haben ein riesiges unterirdisches „Webnetz“. Unser Immunsystem reagiert sehr positiv auf die Kommunikation der Pflanzen.

 

Wenn wir die Luft in einem Wald einatmen, dann atmen wir einen Cocktail aus bioaktiven Substanzen ein, die von Pflanzen, Moosen, Pilzen, Farnen, Bäumen beim Plaudern abgegeben werden. Darunter befinden sich auch die Terpene. Untersuchungen haben ergeben, dass Terpene eine Anti-Krebs Wirkung (Fußnote 1) haben. Sie senken unser Stresshormon und erhöhen unsere natürlichen Killerzellen  Wer nur einen Tag in einem Wald verbringt, hat nachweislich sieben Tage lang mehr und aktivere Killerzellen im Blut. Mehr Killerzellen und erhöhte Aktivität bedeutet, dass jede Killerzelle effizienter als sonst Viren, Bakterien und potentielle Krebszellen aufspürt und eliminiert.

(Quelle: Clemens G. Arvay, Der Biophilia Effekt, edition a)

(Fußnote 1 Qing Li u.a., Effect of phytoncides from forest environments on immune function, in: Qing Li (Hrsg.). Forest Medicine,

S. 159-169, Nova Biomedical Verlag, New York, 2013)).


Ein Plädieren für alte Bäume!

 

 

Mich beeindrucken Bäume sehr, alte Bäume ganz besonders.

Die älteste Eiche Europas soll in der Steiermark, in Bad Blumau stehen, die rund 1000 jährige „Dicke Oachen“. Was hat dieser alte Baum schon alles für uns getan.

Er spendet Schatten, befeuchtet und kühlt bei Hitze die Umgebung, filtert jede Menge Schadstoffe, produziert Sauerstoff. Er ist Lebensraum für unzählige Lebewesen, gibt Strukturen und Beständigkeit und jetzt wird immer mehr bewiesen, was wir immer schon spürten.

 

Ein Baum, ein Wald tut uns noch viel mehr Gutes!

 

 

„Waldluftbaden“, dass in Japan seit Jahren praktiziert wird bieten 12 mutige Gemeinden jetzt im Mühlviertel an.

Dieses Projekt basiert auf einer in Europa einzigartigen medizinischen Feldstudie über die gesundheitlichen Wirkungen von „Waldluftbaden“.

Die Teilnehmer mussten 9 Monate lang mind. 4 Wochenstunden im Wald verbringen. Waldluftbaden bewirkt bewiesenermaßen einen besseren Schlaf, fördert die allgemeine Widerstandskraft und wirkt sich positiv auf die Herzgesundheit aus.

 

 

Ein interessantes Detail noch zum Schluss. Hätten Sie gedacht, dass die grüne Farbe der Blätter im Detail unserem menschlichen Blut erstaunlich ähnlich ist?

(Lesen Sie mehr dazu in „Wertvolle Bäume“ von „Natur im Garten“)

 


Autorin: Elisabeth Koppensteiner