JUNI

Zeigerpflanzen – was sie uns über den Boden verraten

 

Brennnessel, Klettenlabkraut und Weißer Gänsefuß und auch Vogelmiere deuten auf einen humosen Boden hin. Dieser Boden weist eine gute Struktur und enthält Wasser und Luft im richtigen Verhältnis. Ein guter Gartenboden also.

 

Auf einen rasch austrocknenden Sandboden weisen Hasenklee, Frühlingsehrenpreis und Heidenelke hin.

 

Ackerschachtelhalm, Kriechender Hahnenfuß und Gänsefingerkraut zeigen einen schweren Boden an. Auf diesen lehmigen oder tonigen Böden kann Staunässe auftreten.

 

Quecke ist der Hinweis auf einen verdichteten Boden.

 

 

 

Brombeeren-Erziehung

 

Brombeeren blühen und fruchten an im Vorjahr gewachsenen Trieben. Um sich gut entwickeln zu können, brauchen die Pflanzen ein Gerüst, auf dem die Triebe hochgezogen werden. Je nach Wüchsigkeit der Pflanze eignen sich dazu unterschiedliche Erziehungsformen. Bei schwachwüchsigen Sorten wird die Fächererziehung angewendet. Hier werden je Laufmeter etwa 6 Ruten wie ein Fächer aufgebunden. Die überstehenden Rutenteile abschneiden. Für stärker wachsende Sorten eignet sich die Palmettenerziehung. Dabei werden die Ranken waagrecht an die Drähte nach links und rechts gebunden.

 

 

 

Organisch düngen im Ziergarten und auf dem Balkon

 

Um den Pflanzen im Ziergarten einen guten Start in die Saison zu ermöglichen empfehlen wir, eine Grunddüngung mit Kompost (4-6 L/m2) im Frühjahr.

 

Stauden und vor allem Sommerblumen die stark blühen, benötigen besonders viele Nährstoffe. Sie können zu einem späteren Zeitpunkt ein zweites Mal düngen.

 

Als organischer Dünger kann auch Hornspäne, Schafwollpeletts (als Langzeitdünger schon etwas früher zu den Pflanzen geben) oder Hornmehl (ist schneller verfügbar) verwendet werden. Der Jahresbedarf pro m² für Stauden beträgt 5g Stickstoff, Sommerblumen benötigen 10g Stickstoff pro m² und Jahr.

 

Hier die Faustzahlen zum Abmessen: 1/2 Esslöffel/m² Hornspäne, Schafwollpeletts für Stauden und 1 Esslöffel/m² für Sommerblumen ist pro Jahr ausreichend. Bei Hornmehl genügt sogar 2/3 Esslöffel/m² für Sommerblumen und 1/3 Esslöffel/m² für Stauden.

 

 

 

Tulpen, Narzissen

 

Gleich nach der Blüte sollten verblühte Blütenstände abgeschnitten werden. Die grünen Blätter aber unbedingt stehen lassen. Die Narzissen und Tulpen sammeln nun Kraft und Nährstoffe und sollen daher erst nach dem Gelbwerden und Verwelken abgeschnitten werden.

 

 

 

Eine Unterkunft für den Ohrwurm selber bauen

 

Ohrwürmer ernähren sich bevorzugt von Blattläusen (bis zu 120 Tiere/Tag) und Spinnmilben. Daher sind sie willkommene Nützlinge – vor allem im Obstgarten. Ohrwürmer verbringen den Tag in dunklen und feuchten Verstecken und begeben sich nachts auf die Suche nach Nahrung. Um diesem Nützling die Arbeit am Obstbaum schmackhaft zu machen, kann ihm einen Ohrwurmtopf als Unterschlupf angeboten werden. Dieser kann leicht selbst gemacht werden: Einfach einen Tontopf mit Holzwolle, Stroh oder Heu befüllen und mit einem engmaschigen Netz (oder auch einem quer angelegten Holzstückchen) verschließen. Den Topf am Baum so ausrichten, dass er  mit einem Ast in Berührung steht, damit die Tiere einwandern können.

 

Um die Ohrwürmer  rascher in die selbstgebaute Behausung zu locken, legen Sie den Topf, bevor sie ihn endgültig am Baum anbringen, in einen Bereich, in dem sie schon Ohrwürmer beobachtet haben, damit diese in den Topf „einwandern“

 

Verzierungen aus Kinderhand machen den Ohrwurmtopf zum Schmuckstück des Gartens!

 

 

Mehr Information beim “Natur im Garten“ Telefon +43 (0)333 43 1700.